Solartechnik, Solararchitektur


Vision: Sonnenhäuser als Baustandard

Der Klimawandel und die große Abhängigkeit von Energieimporten (z.B. Öl und Gas) zeigen, dass wir im Energieverbrauch und hier vor allem im Gebäudesektor konsequent neue Wege gehen müssen, insbesondere durch sehr gut gedämmte Gebäude und der Deckung des verbleibenden Energiebedarfes ausschließlich über Erneuerbare Energien.

Gebäude, die zu mehr als 50% oder sogar vollständig solar beheizt sind, werden in wenigen Jahren den Baustandard in Deutschland und Europa bestimmen. Mit Sonnenkollektoren steht eine technisch ausgereifte und umkomplizierte Technik zum Breiteneinsatz zur Verfügung. Allerdings wird es in Fachkreisen und in der Öffentlichkeit vielfach nicht für möglich gehalten, Gebäude bereits heute ganzjährig vollständig solar zu beheizen.

Der wichtigste Schwerpunkt ist daher, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Sonnenhäuser möglich und technisch ausgereift sind.

 


Erfahrung aus über 100 realisierten Sonnenhaus-Projekten

Das Sonnenhaus-Institut mit Sitz in Straubing (Niederbayern) wurde im September 2004 als Verein mit dem Ziel gegründet, die Weiterentwicklung und Verbreitung des Bau- und Heizkonzeptes für weitgehend solar beheizte Häuser voranzubringen. Bis heute wurden in Bayern und Baden-Württemberg über 100 Sonnenhäuser durch Partner des Sonnenhaus-Institutes neu gebaut oder Altbauten auf Sonnenhaus-Standard umgerüstet. Die Erfahrungen und Resonanzen der Bewohner waren und sind durchweg positiv. Dem Gründungsteam gehörten Architekten und Ingenieure aus der Solarbranche an, die bereits umfangreiches Wissen und Erfahrung mit brachten.

Die Daten realisierter Projekte werden kontinuierlich ausgewertet und die Bau- und Heiztechnik laufend perfektioniert. Dies ist möglich durch ein wachsendes Kompetenz-Netzwerk an Planern und Firmen, die als Mitglieder des Instituts am Erfahrungs- und Informationsaustausch teilnehmen. Das Sonnenhaus-Institut ist somit eine ideale Know-How-Plattform aus der Praxis.


Sonnenhaus – Komforthaus der 1-Liter-Klasse


Das „SONNENHAUS“ ist weit über die Region hinaus ein fester Begriff geworden. Wir verstehen darunter ein sehr gut wärmegedämmtes Gebäude, das zu 50 bis 100% solar beheizt wird. Mit 10 bis 20 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr unterschreitet der Primärenergiebedarf eines Sonnenhauses den eines durchschnittlichen Passivhauses um das Dreifache. Die Sonnenhausbewohner wissen die langfristige Unabhängigkeit von Energiekrisen und den hohen Wohnkomfort zu schätzen. Unser ehrgeiziges Ziel ist es, das Sonnenhaus innerhalb der nächsten 5 Jahre als allgemeinen Baustandard zu etablieren.

Architekt Georg Dasch

1. Vorsitzender

Know-How-Transfer entscheidend

Einen wichtigen Schritt zur Erreichung dieses Zieles sehen wir darin, das Interesse an der seit mehr als 10 Jahren erprobten Sonnenhaus-Technik bei Planern und Firmen der Solarbranche und in der Politik in ganz Deutschland zu wecken und unsere Erfahrungen weiter zu geben (Know-How-Transfer).


Wer profitiert von Sonnenhäusern?

Durch den großflächigen Einsatz von Sonnenkollektoren in optimal gedämmten Gebäuden profitieren vor allem die Hausbesitzer (Unabhängigkeit, langfristig bezahlbare Häuser), die Solarbranche (langfristige positive Marktentwicklung), Solar-Architekten (innovative zukunftsfähige Planung) und unsere Gesellschaft (Arbeitsplätze, Umweltschutz, regionale Wertschöpfung).

 


Weitere Infos zu diesem Thema:


Sonnenhaus-Institut - Aufgabenbereiche und Leistungen